Region
Viamala, Region der Genüsse
Die Region Viamala erstreckt sich vom Zusammenfluss des Vorder- und des Hinterrheins bis zu den Pässen San Bernardino und Splügen. Diese strategisch bedeutende Position haben schon die Römer erkannt und den Splügenpass zu einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen ausgebaut und genutzt. Im 18. Jahrhundert wurde der Splügenpass zur wichtigsten Handelsroute zwischen Süddeutschland und dem Mittelmeer, mit Anschluss zum Rest der Welt. Neben Baumwolle oder Leinen wurden Gewürze, Südfrüchte, Wein und Käse transportiert.
Diese Entwicklung brachte auch die ersten Touristen in die Region; Goethe und Nietzsche haben den Weg durch die Viamala als Route in den Süden begangen. Es entstanden Herbergen für die Säumer und die ersten Hotels. Mit der Eröffnung der Commercialstrasse im Jahre 1822 erlebte die Region eine eigentliche Blütezeit. Mit dem Bau von weiteren Hotels und Bädern wurde die touristische Infrastruktur weiter ausgebaut. Erst mit der Eröffnung der Gotthardbahn und später des Simplontunnels verlor die Region als Handelsroute an Bedeutung.
Mit der Eröffnung des San Bernardino-Tunnels und der A13 wurde die Region Viamala von einer neuen Form des Transits geprägt. Seit 25 Jahren wird die alte Handelsroute und der Römerweg über den Splügenpass als Weitwanderweg von Thusis bis Chiavenna touristisch inszeniert. Darüber hinaus zeichnet sich die Region Viamala durch spektakuläre Naturerlebnisse aus, die Ruhesuchende und aktive Bergsportler gleichermassen begeistern. Mit einem Anteil von über 80% Bio-Landwirtschaft in der Region haben auch die Regionalprodukte eine hohe Bedeutung und die Gastronomie bietet eine reiche Vielfalt von der einfachen Herberge über die historischen Hotels zur Sterneküche.
Hauptprodukt
Die Rheinwalder Ziege: Landschaftspflegerin und vielseitiger Genuss
Wenn in Hinterrhein und Nufenen in der Region Rheinwald um 8 Uhr in der Früh die Ziegen durch das Dorf rennen um auf die Alpweiden zu gelangen, dann ist das keine Folklore. Acht Familien leben von der Geissenzucht, mehre hundert Tiere werden noch gehalten. Die Geissen sorgen mit Ihrer Gefrässigkeit dafür, dass Büsche auf Weiden zurückgedrängt werden können und somit wertvolles Kulturland erhalten bleibt. Durch die feinen Kräuter und frischen Gräser wird das Fleisch sehr aromatisch. Es wird frisch verarbeitet und kommt als Gitzi-Ragout oder Braten auf den Teller. Auch die Verarbeitung zu Salsiz oder das Lufttrocknen einzelner Stücke hat in der Region und in den Südtälern eine lange Tradition. Nebst dem Fleisch liefern die Ziegen auch Milch: zwei Sennereien im Tal verarbeiten diese zu schmackhaftem Geissenkäse in verschiedenen Reifegraden.
Für die Bauern und Bäuerinnen im Tal ist es überlebenswichtig, dass auch das Fleisch der Ziegen in Wert gesetzt werden kann. Dank der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Tourismus und Gastronomie gelingt es, wesentliche Wertschöpfung im Tal zu erhalten.
Um 18 Uhr bringt der Geissenhirt die Tiere zurück ins Dorf. Dieses Spektakel lässt sich am besten von der Terrasse des Restaurant Bachhuus in Hinterrein geniessen. Carelia Joss und Torsten Rönisch tischen im bio-zertifizierten Restaurant hervorragende Regionalprodukte auf und auch die Ziege bekommt immer wieder eine Hauptrolle:
Weitere Informationen
Regionalprodukte aus der Region Rheinwald/Viamala
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Geografische Lage
Region Viamala, Graubünden/Grischun/Grigioni, Schweiz/Suisse/Svizzera/Svizra

















