Hauptprodukt
Ein besonders würziger quadratischer Keks
Die Basler Küche ist für so viele Süßigkeiten berühmt, dass man fast meinen könnte, man würde den ganzen Tag naschen. Zu den bekanntesten Keksen der Stadt gehören die Läckerli: kleine, quadratische Kekse aus dem 17. Jahrhundert, die aus Honig, Haselnüssen, Mandeln, kandierten Früchten, Gewürzen und einer gehörigen Portion handwerklichem Geschick hergestellt werden. Im Laufe von vier Jahrhunderten hat sich die Herstellung der Läckerli weiterentwickelt und bietet heute eine schöne Auswahl an Keksen mit einem einzigartigen Geschmack.
Nach einer turbulenten Geschichte zwischen verwitweten Frauen und Zuckerbäckern gilt die Herstellung von Läckerli seit 1720 als „freie Kunst“, weshalb ein Aufenthalt in der Kulturhauptstadt der Schweiz mit einem süßen Eintauchen in die Welt der Süßwaren einhergeht. Besuchen Sie eine Manufaktur, erfahren Sie mehr über die Geschichte der Läckerlis, sehen Sie sich Ausstellungen an oder lassen Sie sich von einem Konditor in die süße Welt entführen.
Beißen Sie in die würzige Welt der Basler Läckerli!
Weitere Informationen
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Jakob's Basler Leckerly, Wilhelm His-Strasse, Vorstädte, Basel, Basel-Stadt, 4031, Schweiz/Suisse/Svizzera/Svizra
Was sind Basler Läckerli?
Ein wenig Geschichte
Der Läckerli-Streit
Im 18. Jahrhundert erfreute sich das Basler Läckerli bereits grosser Beliebtheit. Verwitweten Frauen trug seine Herstellung einen wichtigen Verdienst ein, doch den Zuckerbäckern missfiel diese unliebsame Konkurrenz. Den Sieg im Urheberrechtsstreit trugen die Witwen davon: Das Läckerlibacken gilt seit 1720 als «freie Kunst», die allen offensteht. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Läckerli-Produktion intensiviert – in der Region Basel gab es damals etwa 20 Produzenten.
Im Laufe der Zeit erhielt das Basler Läckerli Gesellschaft: Varianten mit besonders ausgeprägtem Honig- bzw. Mandelaroma oder solche im Schokoladenmantel kamen zum Klassiker mit Zuckerglasur hinzu. Frisch gebackene Läckerli gibt es bei Jakob’s Basler Leckerly (der ältesten Biscuitmanufaktur der Schweiz), im Läckerli Huus, bei der Confiserie Bachmann und an der Tourist Information im Stadtcasino am Barfüsserplatz. Vor Ort werden Besichtigungen und Verkostungen angeboten. Besichtigungen und Verkostungen werden bei Jakob’s Basler Leckerly und im Läckerli Huus angeboten.
Herstellung der Basler Läckerli
Die Herstellung ist einfach und mindestens für Hobbybäcker*innen herausfordernd – am besten betrachtet man das Kneten des Teigs und das Schneiden als Fitnessprogramm.
Zur Herstellung werden Honig und Zucker erhitzt, mit Mehl, Mandeln, Zitronat, Orangeat, Muskat, Zimt und Nelke, geriebener Zitronenschale, Salz und Kirsch vermischt, danach ausgewallt und kurz gebacken, bevor der Überzug aus Zucker und Wasser aufgetragen wird. Mit einem Hackbeil wird der Keksteig in die typische quadratische Form der Läckerli geschnitten.
Die Kekse werden dann vorsichtig in Dosen verpackt, bevor sie von Ihnen genossen werden.
Läckerli oder Leckerly?
Im Laufe der Zeit war jede erdenkliche Schreibweise in Gebrauch, auch «Läggerli» und am häufigsten «Leckerli». Das «ä» kommt der Aussprache am nächsten, demgegenüber ist die Endung «-ly» dem Englischen geschuldet; Anglizismen galten Ende des 19. Jahrhunderts als besonders schick.
Wichtige Daten, die Sie sich merken sollten
11. Jahrhundert: Orientalische Gewürze kommen in die Schweiz. In den Klöstern werden Lebkuchen aus Honig und Gewürzen hergestellt. Im späten Mittelalter wird die Herstellung von Lebkuchen auch in den Städten verbreitet.
15. Jahrhundert: In der Schweiz entsteht der Beruf des Lebkuchenherstellers.
17. Jahrhundert: Es gibt eine große Vielfalt an Lebkuchen, die sich von der Ostschweiz bis in die Romandie ausbreitet. In dieser Zeit tauchen auch die ersten Rezepte für Läckerli in den Kochbüchern auf.
19. Jahrhundert: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Massenproduktion der Basler Läckerli. Damals gab es viele Produzenten.
Heute: In der Region Basel gibt es noch drei große Läckerli-Hersteller. Die Manufakturen können besichtigt und die Produkte degustiert werden, z.B. bei Jakob’s Basler Leckerly und im Läckerli Huus.
Das Rezept von Pascal Steffen
Läckerli sind nicht nur für sich selbst eine perfekte süße Note für jede Tageszeit, sie können auch verwendet werden, um süßen und herzhaften Rezepten Geschmack und Knusprigkeit zu verleihen.
Pascal Steffen, Chefkoch des Restaurants roots, hat eigens für das Projekt ein Rezept kreiert. Sehen Sie sich das Video an und kochen Sie das Rezept zu Hause nach!